In Kooperation mit: Kommunales Integrationszentrum, Integrationsrat, Autonomes BIPoC-Referat Uni Münster und Iriba Brunnen e.V.

Zusammen haben wir eine Chance

Di 28. September · 18:30 Uhr – mit anschließendem Zoom-Gespräch mit Regisseurin Nadiye Ünsal, Sanchita Basu (ARIBA e.V.) und einer*m Vertreter*in von Migrantifa NRW

nach der Veranstaltung: safer space für BIPoC im neben*an

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»Migrantisch-diasporische Widerstandsgeschichten kennen, Kämpfe vereinen!« (Activistar Film and Video Productions Collective)

Pogrome gegen BI_PoC wie in Rostock-Lichtenhagen 1992, der Brandanschlag in Mölln 1992, der Mord an Oury Jalloh 2005, die NSU Mordserie, der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau 2019 zeigen, wie notwendig antirassistische Arbeit nach wie vor bleibt.

Der Film dokumentiert selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland. Er bringt bisher nicht erzählte Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven zusammen und unterstützt diese mit Archivmaterialien. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen Deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der "Gastarbeiter*innen"-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeug*innen handelt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus, Kapitalismus und (Hetero-)Sexismus.

Trotz der verschiedenen und teilweise voneinander unabhängigen Kämpfe eint die Aktivist*innen das gleiche Ziel: eine Gesellschaft, die sensibilisiert, wachsam und reflektiert mit Rassismus umgeht und ihn aktiv bekämpft. »Zusammen haben wir eine Chance!« ist dabei das Leitmotiv sowohl der Protagonist*innen, als auch der Filmemacherinnen. Der Film selbst wird als politische Arbeit im Rahmen des eigenen Aktivismus betrachtet und wurde von einem Women of Color Filmkollektiv verwirklicht. Er soll vor allem ein Gegennarrativ zu weißen hegemonialen Darstellungs- und Erzählweisen antirassistischer Bewegungen ermöglichen. Wie können wir von diesen Geschichten lernen und wie können wir weiter machen?

Deutschland 2018R: Nadiye Ünsal, Tijana Vukmirovic, Zerrin Günes • K: Leïla Saadna, Wassan Ali Mit Sanchita Basu, Garip Bali, Jasmin Eding, Ria Cheatom, Llanquiray Painemal, Bruno Watara, Ibrahim Arslan, Mouctar Bah. • teilw.OmU • 87'

Nadiye Ünsal

ist Promovendin in Kulturanthropologie und Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Kolonialität und Migration, Intersektionalität und Menschenrechte. Sie arbeitet seit Jahren in migrantisch-diasporischen Organisationen. Sie ist in selbstorganisierten politischen Gruppen von intersektional diskriminierten Menschen aktiv, war an Protesten von Geflüchteten beteiligt und organisiert im Berliner Bündnisses gegen Rassismus z.B. Protest-und Gedenk-Aktionen zum NSU-Komplex und anderen Fällen rassistischer Gewalt. Außerdem ist sie Mitorganisatorin des Berliner Festivals gegen Rassismus. Sie ist Mitglied des »Activistar Film and Video Productions Collective«, einem Kollektiv von Berliner Frauen of Color.

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Sanchita Basu

kam in den 1980ern nach Westberlin und lernte relativ schnell, dass sie sich als «Ausländerin» behaupten und v.a. Allies finden musste. Sie nahm die Herausforderung an und fand ihre politischen Freund_ innen an der TU Berlin in der «Arbeitsstelle 3. Welt». Trotz vieler Hindernisse und Kämpfe mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften schafften sie es, Rassismus – ein Tabuthema Deutschlands – als Thema im Fachbereich zu etablieren.

Dieser Kampf führte sie zu ihrem nächsten Projekt: Nozizwe – das erste feministische Bildungsprojekt in Berlin für Frauen der Zwei-Drittel-Welt, in dem es nicht um kulturelles Miteinander ging, sondern um feministische Diskurse. Veränderung wurde als Bewegung verstanden.

Die 1990er Westberlins prägten Sanchita. Sie entwickelte sich als Opposition zu weißen Feminist_innen, deren Zentrum-Peripherie-Logik sie nicht akzeptierte, und versuchte mit ihren politischen Allies stets, den Raum zu okkupieren.

Seit 2000 beschäftigte sie sich mit dem Effekt des Mauerfalls auf People of Color. Der Rassismus zeigte sein nacktes Gesicht in Deutschland – und so entstand ReachOut, eine Beratungsstelle für Betroffene von rassistischer, rechter und antisemitischer Gewalt.

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Migrantifa NRW

Migrantifa NRW ist eine antifaschistische und antikapitalistische migrantische Selbstorganisierung, die sich nach dem Anschlag in Hanau im Februar 2020 gegründet hat.
Migrantifa ist kein Trend, keine Marke und kein Hype. Wir kämpfen unter unseren eigenen Bedingungen um Gerechtigkeit und Befreiung, in Deutschland und auf der ganzen Welt!

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Activistar Film and Video Productions Collective

»An die Filmarbeiten sind wir mit viel politischer Überzeugung und Respekt vor den Kämpfen und Errungenschaften der Protagonist*innen herangegangen. In den vier Jahren Arbeit an dem Film war und ist uns wichtig einige Stimmen mit diesem Film hörbar zu machen und intersektional - also kämpfe- und communityübergreifend - zu erzählen. Wir sind keine professionellen Filmemacher*innen. Wir verstehen den Film als Teil unserer politischen Arbeit. Wir hoffen, dass wir mit diesem Film neue oder längst überfällige Debatten um die emanzipatorischen Widerstandsbewegungen von nicht-weißen Aktivist*innen anstoßen und auch andere die Relevanz erkennen diese Geschichten weiter zu erzählen, zu verstehen, zu dokumentieren und weiterzuleben.«

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Zusammen mit:

 

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